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Board Deutsch (German)
Re: Wohnungskaution in Bitcoin anlegen
by
qwk
on 07/09/2017, 14:11:14 UTC
Ich habe das Recht darauf, die Kaution möglichst lukrativ anlegen zu lassen.
Dein Recht steht aber nicht über dem Recht des Vermieters auf eine "sinnvolle" Kaution.
Der Sinn der Kaution ist ja gerade, im Falle des Falles für einen Teil des Mietausfallwagnisses Deckung zu bieten.
Wenn nun Bitcoin z.B. um 90% im Kurs fällt (was in der Vergangenheit schon vorkam) und du möglicherweise nicht zuletzt deshalb in eine finanzielle Schieflage gerätst, womit du letztlich die Miete nicht mehr berappen kannst, wo ist dann die Deckung für die arme Oma?
Deine "Zuschussgarantie" ist dann nichts wert.
Dein 500-EUR-Puffer bringt da auch nichts.

Insgesamt würde ich sagen, die Risikoabsicherung ist damit verfehlt.


Ihr Alter sagt nur etwas über die fehlende Technik-Affinität aus. Das sollte aber kein Hindernis sein, wenn die Umsetzung benutzerfreundlich ist - z.B. man eine TenX oder Bitwala Karte einsetzt - was auch eine Idee wäre.
Wenn du zusätzlich einen Dritten mit einbeziehst, der nicht besonders sicher ist (Bitcoin-Börse o.ä.) kommt noch das Risiko des Zahlungsausfalls durch diesen Dritten hinzu. Bei einer soliden, jahrhundertealten Bank mag das akzeptabel sein. Bei einem kleinen Internet-Startup im FinTech-Bereich wird die Konstruktion nur noch wackliger.


Es geht um über 3000 €, das ist immerhin knapp ein BTC. Das können bei 4-5 Jahren Wohnzeit durchaus mehr als 10.000 € werden - da lohnt sich der Aufwand schon.
Klar. Hohes Risiko, hoher potentieller Gewinn.
Aber was hat die Oma davon?
Die möchte eine Risiko-Absicherung, keinen Gewinn (von dem sie im Übrigen auch nichts hat).

Wenn du die Oma am potentiellen Ertrag wenigstens beteiligen würdest...