Also, in den ersten Satz könnte man hineininterpretieren, daß Du die "Spekulantenmentalität" eher negativ bewertest,
Jein.
Mit der Spekulantenmentalität meinte ich das "Vola ist geil". Also genauer gesagt, zyklische Spekulation - die Wellen "reiten".
Da ich es tatsächlich gerne sehen würde, dass Bitcoin ein P2P-Cash und eben nicht ein stinknormales Asset wie jede Aktie wird, sehe ich diese Mentalität als negativ an - bzw. dem Ziel entgegengesetzt.
im zweiten Satz machts dann aber den Eindruck, als wärst Du selbst einer dieser Spekulanten (wieso sonst sollte es Dich stören, wenn schon unter 100k Schluss wäre?).
Mich stört es weder, wenn unter 100k Schluss ist, noch, wenn Bitcoin sich in Richtung Million bewegt (auch wenn ich das letztere als einen wahnsinnigen Glücksfall einstufen würde.)

Was ich meinte: Schafft Bitcoin den Durchbruch als P2P-Cash nicht, sondern bubbelt und crasht fröhlich weiter wie bisher, dann wird irgendwo - vielleicht nach der nächsten Bubble - ein Punkt kommen, an dem die Leute nicht mehr an die große Geschichte von dem "Bitcoin als Währung des 21. Jahrhunderts" glauben. Auch nicht mehr an die alternative Geschichte vom "digitalen Gold". Von da ab wird es dann wahrscheinlich erstmal drastisch nach unten gehen. Ich könnte mir vorstellen, dass dann Bitcoin tatsächlich als relevantes, "weltbewegendes" Asset "tot" wäre - stattdessen sozusagen wieder als Pennystock gehandelt würde, wie 2010-11. Vielleicht auf höherem Preisniveau als damals, aber wohl niedriger als heute.
Das wäre tatsächlich ein Szenario, das mich "stören" würde. Und wohl viele hier auch. Wobei die zyklischen Spekulanten weiter ihr Geld machen könnten. Wenn sie nicht irgendwann doch verlieren.
