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Board Deutsch (German)
Re: Besteuerung von Bitcoins ohne Privatekey
by
d5000
on 11/06/2019, 17:14:01 UTC
Der zweite Fall tritt vor allem dann ein, wenn man Coins versendet, allerdings muss hierbei der Quantencomputer eine Art Race Attack durchführen, da er nach dem Senden einer Transaktion natürlich nur bis zur ersten Confirmation Zeit hat, um einen Doublespend von der selben Adresse zu versuchen. Dazu müssen Quantencomputer also noch mal erheblich leistungsfähiger sein, schließlich können sie sich nicht mehr als zehn Minuten Zeit lassen mit dem Angriff. Zusätzlich müsste ein solcher Angreifer aber auch über Hashing-Power im Netzwerk verfügen, damit er überhaupt in der Lage ist, den Angriff durchzuführen, schließlich wird ein Miner ansonsten immer der ersten Transaktion den Vorzug geben.
Der Race Attack wäre aber nur dann nötig, wenn die Adresse nicht wiederverwendet, sondern von ihr vor kurzer Zeit eine Transaktion abgesendet wurde, die nicht mehr den Change zurücksendet, oder? Würde auf der Adresse hingegen Change-Geld liegen, hätte der Quantencomputer alle Zeit der Welt ...

Es gibt ja eine größere Klasse von Adressen, die in der Tat sehr oft wiederverwendet werden - das sind die Einzahlungsaddressen vieler Börsen. Da wird oft einfach einmal eine Adresse generiert und gut ist. Auch Spendenadressen kommen mir in den Sinn ...

Das wäre aber wiederum eher ein Hinweis darauf, dass das Szenario wie du schriebst nicht als besonders gefährlich angesehen wird. Schließlich bringen sich die Börsen ja mit den wiederverwendeten Adressen selbst in Gefahr. Andererseits werden die Coins oft schnell an andere Adressen weitergeleitet (wobei dieser Schritt bei hohen Fees zu Kosten führt).