Andererseits kann man aber auch nicht von ständigem Wachstum der Wirtschaft ausgehen
Doch. Muss man sogar.
Die Produktivität eines Arbeiters steigt konsequent, und das seit Jahrhunderten (mit gelegentlichen konjunkturellen Schwankungen).
Ergo muss auch die Produktion steigen.
Solange also noch keine globale Marksättigung bei den Konsumenten eingetreten ist, ist Wachstum der Naturzustand der Weltwirtschaft.
Ob das nun Segen oder Fluch ist, sei mal dahingestellt

nicht mehr jetzt, wo zumindest hier in Österreich die Betriebe bereits von einer "Wirtschaftskrise" sprechen
Das sind konjunkturelle Schwankungen, die haben wenig mit Wachstum zu tun.
Solange man stets nur das GDP eines einzelnen Staats oder weniger Staaten im Blick hat, ergibt vieles nicht so recht Sinn.
Wenn ein Arzt aus Syrien flüchtet und in Deutschland Taxi fährt, steigt das GDP der BRD. Das GDP Syriens sinkt. Das weltweite GDP steigt.
Tatsächlich kann es aber nicht sein, dass die niedrigere Produktivität eines Taxifahrers im Vergleich zu einem Arzt "Wachstum" darstellt.
Das bedeutet eben nicht, dass die Weltwirtschaft sich tatsächlich so verhält, sondern lediglich, dass Kennziffern wie das GDP ihre Grenzen haben.