willst du mir doch nicht ernsthaft eine Tetanusimpfung für Sportunfälle ans Herz legen - oder?
Ist ein wenig untergegangen.
Ich will dir überhaupt nichts nahelegen, sondern das hat "man" bis vor ein paar Jahren nunmal standardmäßig in praktisch allen Krankenhäusern so gemacht (
"wann war ihre letzte Tetanus-Impfung?" - "keine Ahnung" - "okay, das piekst jetzt ein bisschen"), deshalb haben viele Menschen eher mehr Tetanus-Impfungen als nötig.
In Anbetracht der Tatsache, dass Wundstarrkrampf bis heute eine enorm gefährliche, in vielen Fällen absolut tödliche Krankheit ist, ist "ein bisschen zu viel impfen" einfach die bessere Alternative zu "naja, ab und zu geht halt einer drauf, wenn er sich das Knie aufgeschürft hat".

Mittlerweile geht man davon aus, dass die Tetanus-Impfung bei Erwachsenen nicht unbedingt aufgefrischt werden muss, weshalb eine anfängliche Immunisierung in der Kindheit reicht.
Warum ich das jetzt nochmal betone?
Weil es langsam in die Richtung geht, wo der Sinn und Nutzen aller Impfungen offensichtlich ständig in Frage gestellt wird.
Ja, man darf bei jeder Impfung fragen, ob sie sein muss, aber in dem Moment, wo man aus bloßer "Skepsis" gegenüber der "Corona-Impfung" plötzlich in "Fundamentalopposition" auch zu den Standard-Impfungen geht, überschreitet man in meinen Augen langsam eine gefährliche Grenze.
Reden wir Klartext:
Ohne die Standard-Impfungen wären wohl die
meisten von uns hier nicht am Leben (oder wenigstens gelähmt, blind, taub o.ä.).
Zugleich gibt es so gut wie "nie" tödliche oder dramatische Impf-Folgen.
Bitte immer die Dimensionen im Blick behalten.
Auf der anderen Seite gab es (nach meiner Erinnerung) ein wachsendes Problem mit lokalen Ausbrüchen, gerade, weil bestimmte Gruppen von Eltern sich zu Masern-Parties verabredet haben und dergleichen.
Und aufgrund dieser bestimmten Gruppe von Eltern reagiert der Staat mit einer Pflicht? Die machen die 2% aus?
Ich kann dir nicht mit Bestimmtheit sagen warum "der Staat" (wer auch immer das sein mag) mit der Pflicht reagiert hat, aber es ist klar, dass durch diese lokalen Infektionsherde auch bei einer Impfrate von 99,9% bei Schulkindern weiterhin mit massiven, gefährlichen Masernausbrüchen in der ansonsten eher schlecht geimpften Bevölkerung gerechnet werden muss.
Das Problem entsteht einfach immer, wenn irgendwo eine Masse von "Virenschleudern" auf die Normalbevölkerung trifft.
So etwas nennt sich dann "Superspreader-Event" und vor nicht allzu langer Zeit ist der Ort Ischgl dadurch berühmt geworden

Ob jetzt die Impfpflicht die einzige, oder auch die beste Maßnahme war, um das zu unterbinden, da bin ich überfragt.
Immerhin aber bietet die Impfpflicht nun eine Handhabe, die bspw. ein konkretes Vorgehen bspw. gegen eine "Impf-Verweigerer-Schule" ermöglicht, das wäre mit Aufklärungskampagnen nie möglich gewesen.
Nanny? Sorry, aber in der Gehaltsklasse lebe ich nicht.

Die Leute können sich keine Nanny leisten?
Dann sollen Sie's eben den Butler machen lassen.
Frei nach Marie Antoinette (die das mit dem Kuchen wohl auch nie gesagt hat).
Das ist mittlerweile wirtschafltich gewollt
Das ist schon wieder grenzwertig zur Verschwörungstheorie.
Von wem gewollt?
Häh, Tendenz zur Verschwörungstheorie? Kann ich nicht nachvollziehen
Nun, "gewollt" impliziert, dass es einen "Schuldigen" gibt, der diesen Willen hatte.
So fangen die großen Verschwörungstheorien an, meist erst mit einem unschuldigen "die da oben" oder "die Politik", und irgendwann sind's dann die Illuminaten, Freimaurer und Außerirdische

Aber natürlich, wenn du damit nur ganz generell "die wirtschaftliche Entwicklung seit der Industrialisierung" meinst, bin ich ganz bei dir.