Ich denke mal eine Hauptursache, die hier bisher noch garnicht genannt wurde, ist, dass ghash.io zur Zeit konstant an der 50%-Marke der Hashrate kratzt. Zwar ist die 50%-Marke kein hartes Kriterium, ab dem alles plötzlich kaputt ist, jedoch ist es dennoch bedenklich, wenn eine Einzelinstanz über einen längeren Zeitraum über eine Hashrate in diesem Bereich verfügt. Außerdem kann die reale Hashrate, über die ghash.io verfügt, noch etwas höher liegen, wenn ghash.io einen Teil der Mining-Leistung an andere Pools weiterleitet und somit verschleiert.
Wie man auf reddit lesen kann, hat das schon einige dazu veranlasst ihre Bitcoins zu verkaufen. Immerhin spielt sich hier gerade das "Tragedy of the Commons"-Problem ab, das mit Bitcoin bei nur rational handelnden Teilnehmern so nicht passieren dürfte. Die Miner, die auf ghash.io minen, gewinnen zwar kurzfristig für sich selbst, schaden aber dem gesamten Bitcoin-System und damit auf lange Sicht auch sich selbst (sogar mehr als sie anfangs gewonnen haben). Je schneller jetzt also Bitcoins aus diesem Grund verkauft werden, desto schneller wird der Schaden am System real bzw. im Preis sichtbar und desto schneller verstehen die ghash.io-Miner, dass sie sich evtl. selbst schaden.
hier gibts ja nen Interview dazu:
http://www.cryptocoinsnews.com/news/bitcoin-mining-pool-ghash-io-is-unapologetic-risk-theoretical-51-attack/2014/06/12Auf die meiner Meinung nach wichtigste und irgendwie auch naheliegendste Frage antwortet er nicht, also ob es nicht sinnvoll wäre, einfach bei x% (z.b 50%) keine Miner mehr aufzunehmen. Er behauptet zwar er würde bitcoin nie schaden wollen, aber genau das tun sie ja mit ihrem hohen prozentanteil, völlig egal ob sie damit Böses anfangen oder nicht.
Immerhin behauptet er, dass an einer Lösung gearbeitet wird..