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Re: Steuern auf Erträge von Masternodes
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cobalus
on 08/04/2017, 17:18:07 UTC
Lieber iudica,

vielen Dank, dass du dein Fachwissen so schnell und ohne Ansprüche auf Vergütung hier teilst  Smiley


Gewerbe klingt für mich immer nach einem Nachteil. Ist die steuerliche Belastung durch ein Gewerbe denn höher, als die Besteuerung mit der persönlichen Einkommenssteuer, oder nimmt sich das nicht viel? Leider muss mein Arbeitgeber auch noch einem Gewerbe zustimmen, was eine weitere Abhängigkeit bedeutet.

Anstatt eine eigene Masternode zu hosten gibt es noch die Möglichkeit von sogenannten "Shares". Ich kann also meine Coins zu vorbestimmten Konditionen an andere Personen verleihen und erhalte dafür einen Teil der Ausschüttung der Masternodes. So ist zumindest das Modell bei Dash und wird mit dem Projekt "Evolution" wesentlich intuitiver durch eine Art eigenes Sparkonto-Wallet umgesetzt. Alternativ dazu gibt es bei PIVX die möglichkeit anstatt eine Masternode selber zu hosten die Coins für das sogenannte "Staking" zu verwenden. Dabei agiere ich als eine Fullnode für das Netzwerk, habe eine Chance auf eine Ausschüttung, aber erhalte keine sichere Ausschüttung im Vergleich zu einer Masternode.

Wenn das Sharemodell steuerlich günstiger ist, dann würde ich natürlich so eines nehmen und mich vor der Eröffnungen eines Gewerbes drücken.

Die erhaltenen Coins müssen also zum Zeitpunkt der Ausschüttung in das Wallet zum aktuellen Marktpreis dokumentiert werden und die Differenz/Gewinn bei der späteren Veräußerung (egal zu welchem Zeitpunkt) versteuert, bzw. fällt direkt beim Erhalt schon eine steuerliche Belastung an? Die Coins werden in das Wallet ausgezahlt, indem sich auch die Coins für die Masternode befinden. Dadurch wird es quasi nicht möglich diese nach dem Erhalt zu differenzieren. Nach einem FIFO-Verfahren würde ich damit quasi erstmal meinen -nach einem Jahr- steuerfreien Bestand veräußern und die gewerblich erzeugten Coins tauschen dann die vorherigen aus, welche für eine Masternode nötig waren. Das Finanzamt wird mich lieben...  Kiss

Das Finanzamt hat es spätestens nach meinem Besuch dort auf dem Schirm, da ich absolute Gewissheit haben möchte. Ich habe persönlich nichts dagegen meine Steuern an den Staat abzutreten, aber ich habe etwas dagegen, wenn ich im Nachhinein trotz Erfragen der Fakten belangt werden würde.


Wenn du die Problematik interessant findest und denkst, dass du dich im Masternode-Bereich ausreichend gut auskennst, um mich für die Steuererklärung unterstützen zu können, dann würde ich mal direkten Kontakt mit dir aufnehmen und das besprechen.


Liebe Grüße

cobalus

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Steuern auf Erträge von Masternodes
by
cobalus
on 07/04/2017, 18:54:49 UTC
Hallo liebe Bitcointalk-Gemeinde,

ich denke darüber nach in eine sogenannte "Masternode" der Währung Dash, oder PIVX zu investieren. Dabei benötigt man als Anforderung eine bestimmte Anzahl an Coins.

Die Masternodes schütten nach bestimmten Zeitintervallen automatisch Coins aus und sind eine interessante Renditechance, während man sowieso in die Währung investiert ist.
In meinen Augen eine klare Win/Win Situation, die das Investment attraktiver macht.

Dabei entstehen keine teuren Hardwareanschaffungskosten wie bei Bitcoins, sondern es muss lediglich ein günstiger VPS-Server für 4-5€ im Monat gehostet werden.


Die Frage ist wie diese ausgeschütteten Coins besteuert werden sollen?

Unterliegen diese der Abgeltungssteuer und sind als Zinsen zu sehen? Falls ja, dann wären die damit verbundenen Coins aber nun nicht mehr nach einer einjährigen Haltefrist steuerfrei, sondern erst nach 10 Jahren, da diese für den Ertrag verantwortlich waren. Wird dann der Wert zum Zeit der Ausschüttung bestimmt und versteuert? Kann man den Wert bei der Ausschüttung bestimmen und nur den Gewinn bei der privaten Veräußerung der Coin besteuern?

Falls man eine Abgeltungssteuer am Tag der Entstehung zahlen muss, diese Coin an diesem Tag 1000€ wert war und eine Woche später nur noch 1€ und ich diese dann veräußere, wäre der Verlust aus der privaten Veräußerung mit den Kosten der Abgeltungssteuer hier gegenrechenbar? Ansonsten würde man in diesem Fall auf Kosten von 250€ (25% von 1000€) sitzen bleiben...

Ist das ganze Analog zum Bitcoin-Mining zu sehen und braucht man auch noch ein Gewerbe dafür?

Ich hoffe jemand kann mir weiterhelfen, oder einen kompetenten Steuerberater empfehlen, der sich mit der Thematik auskennt und für Anfragen nicht gleich hohe Summen verlangt.


Liebe Grüße

cobalus