Die Leute werden dir unisono das selbe erzählen, nämlich, dass sie mit Milch, Butter, Kartoffeln, Kohle, Schokolade, Kaugummis, Zigaretten und Schnaps Dinge des täglichen Bedarfs erwerben konnten. Gold war für den täglichen Einkauf ungefähr so brauchbar wie heute. Gar nicht.
So leid es mir tut, den Gold-Bugs hier im Forum ihre Wunschvorstellungen aus dem Märchen nehmen zu müssen, die Zeiten, in denen Kurrantgeld in Europa einen Nutzen hatte, ist seit, naja, sagen wir mal großzügig hundert Jahren vorbei. Ich selber tendiere eher zu fünfhundert Jahren, aber wir können uns in der Mitte bei dreihundert treffen. Gold als Zahlungsmittel wurde mit der Entwicklung des modernen Bankwesens im Italien der Frührenaissance obsolet und hat diesen Status zu keinem Zeitpunkt wiedererlangt. Auch nicht in Kriegen oder danach.
Hahaha, jetzt wird es ungewollt komisch. Die "Leute" haben also mit Lebensmitteln gezahlt, um Lebensmittel zu kaufen. Interessant.

Wer "Milch, Butter, Kartoffeln, Kohl" Eier, Mehl und andere Lebensmittel hatte, waren die Bauern. Diese haben in der Stadt ihre Waren gegen Gold oder andere "Harte Waehrung" getauscht. Sicher war auch mal ein Tauschgeschaeft gegen Zigaretten oder Kaugummi moeglich, aber der Wert sollte dir doch klar sein, welcher da bei den Tauschgeschaeften gewonnen hat?
Wo liest du das? Der Euro als Fiat-Währung ist an Akzeptanz gebunden, die Akzeptanz jeder mir bekannten Fiat-Währung ist begrenzt. Die des Bitcoin auch.
Du schreibst, die meisten Fiat werden nicht Akzeptiert. Euro ist Fiat. Euro wird im Euroland akzeptiert. Im uebrigen auch andere Waehrungen, die man im Handumdrehen bei jeder Bank tauschen kann. Mit einem Wallet auf die Bank gehen und eben Bitcoin in Bezahlbare Waehrung umtauschen wird hingegen schwer, da sind wir uns hoffentlich einig?
Danke für das Kompliment, ja, ich bin noch jung genug um nie mit Gold bezahlt zu haben. Meine Eltern übrigens auch. Meine Großeltern auch. Meine Urgroßeltern auch. Deren Eltern und deren Eltern und deren Eltern ebenfalls. Dass sie gelegentlich mit vergoldeten Fiat-Münzen zum Nennwert bezahlt haben, ändert an dieser Tatsache nichts. Dass sie dabei mehrere Kriege und andere Krisen überstehen mussten, ebensowenig.
Dann haben sie vielleicht kein Gold oder Silber gehabt, was nichts an der Tatsache aendert...
Eigentum (Lehnübersetzung aus dem lat. proprietas zu proprius eigen) bezeichnet das umfassendste Herrschaftsrecht, das die Rechtsordnung an einer Sache zulässt.[1] Merkmale moderner Formen des Eigentums sind die rechtliche Zuordnung von Gegenständen zu einer natürlichen oder juristischen Person, die Anerkennung der beliebigen Verfügungsgewalt des Eigentümers und die Beschränkung des Eigentümerbeliebens durch Gesetze.[2] Eigentum ist in den meisten Verfassungen als Grundrecht geschützt, aber nicht inhaltlich bestimmt.
Bitcoin sind ja eine ganze Menge, aber definitv keine "Sache" oder gar "Gegenstaende". Du kannst eben die Definition einer Sache auch bei Doofipedia nachschlagen.

Aber weil ich nett bin, hier schonmal der wichtige Auszug:
Sache als Rechtsbegriff kennzeichnet im bundesdeutschen Recht einen körperlichen Gegenstand (§ 90 BGB).
Wie gesagt, du kannst niemals der Eigentuemer von Bitcoin sein. Schlicht unmoeglich. Du kannst darueber verfuegen, du kannst auch der Besitzer sein. Eigentuemer kannst du nicht sein.
Ja, es freut mich, dass die Bitcoin-Entwickler genug Verantwortungsbewusstsein zeigen, ihre noch fehlerbehaftete Implementation des zugrundeliegenden Protokolls nicht als für den professionellen Einsatz geeignet zu kennzeichnen.
Dich freut, dass man in 5 Jahren nicht befaehigt oder gewillt ist, solche Rudimentaeren Fehler auszumerzen? Oder gar das Protokoll endlich mal auf einen "Vollversion" Stand zu bringen? Ich sag dir, mit meiner Theorie das der Bitcoin aufgrund seiner Unprofessionalitaet irgendwann mal den Rang von einer besseren Crypto Currency den Rang abgelaufen bekommt, ist nicht weit hergeholt. Der erste zu sein, aber so unprofessionell aufzutreten hat schon vielen "Vorreitern" das Genick gebrochen, und sie sind in der Versenkung verschwunden.
Und dich wundert btw. nicht, dass der Bitcoin bereits im "professionellen Einsatz" ist, trotz der bekannten Fehler? Interessant.