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Ich habe heute lange überlegt wie und ob ich darauf antworte. Ich hab mich dafür entschieden es nochmal mit Argumenten zu versuchen.
In Falle eines Blockfundes jeden Miner gleich zu bezahlen entspricht einer Vergütung nach durchschnittlicher Hashrate. Bei aktuell ~285 auf ~250 Miner liegt der Durchschnitt bei ~1,15 TH. Jeder miner der darüber liegt verschenkt Hashrate an die die darunter liegen. Je weiter der Abstand vom Durchschnitt desto mehr Hashrate wird verschenkt. Ein miner mit 2x der durchschnittlichen Hashrate verschenkt 50%, ein miner mit 10x 90% und einer mit 100x sogar 99% seiner hashrate. Deshalb wird es für größere und/oder modernere Miner zunehmen unattraktiv dem Pool beizutreten. Durch den starren Bezug zur durchschnittlichen Hashrate ist das System sehr unflexibel. Ein Miner mit 100x der durchschnittlichen Hashrate, der nur 50% seiner hashrate an den Pool spenden will darf nicht mitmachen.
Die sonst übliche abrechnung nach Hashrate stellt das naheliegende Gegenmodell dar. Ausschließlich nach der Hashrate zu gehen würde wiederum die kleinen Miner benachteiligen, die i.d.R. deutlich höhere Anschaffungskosten pro TH haben, eine stärkere Gewichtung zugunsten der kleinen Miner halte ich daher für richtig und wichtig.
Ist da nicht ein Mittelweg möglich?
Reward = TH_Miner / TH_Pool = hashratebasiert
Reward = TH_Durchschnitt / TH_Pool = pro Miner
Beides in einem Modell:
Reward = X * (TH_Durchschnitt / TH_Pool) + (1-X)(TH_Miner / TH_Pool)
Bei einem Blockfund wird die durchschnittliche Hashrate der Miner ermittelt. Für alle Hashrategeber (Miner die Oberhalb des Durchschnitts liegen) werden die X-Werte genommen, gemittelt und für alle Hashratenehmer angewendet.
Die nach den aktuellen Regeln würden die Rewards (abzgl. 10% für den Blockfinder) auf alle Benutzer gleich verteilt werden. Dies entspricht X=1 bei allen Minern, diese (andere) Betrachtung würde an den bisherigen Regeln nichts ändern, die Ausschüttungen blieben Identisch. Sie würde nur den Nutzern die Freiheit einräumen selbst zu entscheiden wie viel sie für die Community spenden.
Diese Freiheit würde den pool auch für größere miner öffnen. Selbst wenn ein größerer Miner nur 10% der Hashpower in den Pool gibt (X=0,1) selbst dann würden alle andere davon profitieren. Keiner wäre im Erwartungswert schlechter gestellt! Ja, der Anteil am Blockreward wäre reduziert (wie bei jedem neuen miner im pool), aber die erhöhte Wahrscheinlichkeit eines Blockfundes würde das überkompensieren.
(Aktuell ist der Blockfund nur 5x wahrscheinlicher als ein 6er im Lotto, der Reward wäre aber gerademal doppelt so hoch wie bei 4 richtigen, die Diskrepanz ließe sich dadurch ggf. reduzieren)
Nur wenn bereits im Pool laufende Miner (deutlich) oberhalb der durchschnittlichen Hashrate ihren Wert X=1 reduzieren, wäre dies zum Nachteil der kleineren Miner, man darf aber wohl davon ausgehen, dass der Effekt gering ist, weil solche Miner tendenziell nicht im Pool laufen. Und fair ist es allemal noch weil jeder Wert X>0 eine Hashratespende in den Pool darstellt.
Ganz nebenbei wäre auch der Cut-Off bei 200GH überflüssig, sodass niemand mehr ausgeschlossen wäre und gleichzeitig die Bandbreite der im Pool vertretenen Projekte etwas breiter wäre (was natürlich gewollt sein müsste).
Das nur noch mal als Versuch eine Brücke zu bauen um Gegenpartys überflüssig zu machen.

Warum wird das immernoch diskutiert? Willi hat bereits seine Meinung dazu klar gemacht.
Es ja löblich für die Zeit deiner Gedanken und auch die Zeit um diese hier kund zu tun.
Mach doch, wie Willi es schon schrieb, einen neuen Pool auf mit genau deinen Vorstellungen. Es spricht ja nichts dagegen. Es wird mit Sicherheit auch den einen oder anderen hier geben der folgt. Allerdings jetzt weiterhin versuchen dagegen zu gehen ist denke ich der falsche Weg. Es wird überall auf der Welt jemanden geben der weniger leistet als ein anderer. Sei es im Sport oder in der hashrate beim Mining . Es ziehen alle am selben Strang. Der eine mehr der andere weniger. Jeder hat es sich selbst ausgesucht hier zu sein. Jeder darf auch einfach gehen wenn er will oder Sich gegenüber eines lv06 benachteiligt fühlt.